Zur Aufstellung kam ein Busfahrer, der einige Tage zuvor morgens aufgestanden war und schon bei dem Gedanken daran, seinem Beruf nachzugehen, Panikattacken bekam. Er war zurzeit arbeitsunfähig geschrieben. Im Eingangsgespräch zur Aufstellung kam heraus, dass beide Eltern des Mannes vor kurzer Zeit gestorben waren und er von ihnen als Alleinerbe eingesetzt worden war. Die beiden leiblichen Geschwister sollten leer ausgehen.

Die Aufstellung zeigte, dass es dem Mann schlecht ging, weil nur er von den Eltern bedacht worden war. Unmittelbar schlug ich ihm vor, den Stellvertretern für seine Geschwister zu sagen, dass es ihm mit der Entscheidung der Eltern sehr schlecht gehe, und dass er das Erbe mit ihnen teilen wolle. Den Stellvertretern der Eltern dankte er und sagte ihnen zugleich, dass er mit seinem Erbe ja machen könne, was er für richtig halte. Er werde das Erbe mit seinen Geschwistern teilen. Damit ging es dem Mann sehr gut. - Die Stellvertreter der Eltern stimmten der Absicht des Sohnes still zu.

Tatsächlich setzte sich der Mann bald nach der Familienaufstellung mit den Geschwistern in Verbindung und teilte ihnen seine Entscheidung mit. Alle drei Geschwister bekamen nun den gleichen Erbanteil. Bereits am Tag danach waren sämtliche Symptome der Panikattacken vorbei und der Mann konnte seinem Beruf wieder nachgehen.